13.02.2010

Im Interview: Ken und Dave Magowan

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Ken Magowan (Quelle: City-Press)

Einmal im Jahr besucht Dave Magowan seinen Sohn Ken in Wolfsburg. Am Wochenende war es wieder einmal so weit und am Rande der Begegnung der Grizzly Adams gegen die Straubing Tigers standen Vater und Sohn für ein Interview zur Verfügung.

Ken, Sieg gegen Straubing, aber ihr habt euch schwer getan …

Das Spiel war nicht schön anzusehen. Aber auch solche Spiele müssen wir gewinnen, egal wie. Wir können nicht jedes Mal fünf oder sechs Tore schießen.

Dein Tor zum 3:1 wurde aberkannt, wieso?

Aus meiner Sicht hatte der Schiedsrichter nicht gepfiffen, das Spiel lief also weiter, und der Puck ging rein. Der Schiedsrichter hat geprüft, ob der Puck über der Linie war, was definitiv der Fall gewesen ist. Dann kam er zurück und hat seine Meinung geändert. Für mich war es ein regulärer Treffer.

Dave, wie hast du das Spiel gegen Straubing erlebt?

Ich habe schon viele solche Spiele gesehen. Im ersten Drittel hätten sie den Gegner abschießen können. Als das nicht der Fall war, ahnte ich schon, wie es ausgehen könnte. Eigentlich hätte ich sogar damit gerechnet, dass die Grizzlys in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen verlieren, wie es bei solchen Spielen dann ja häufig der Fall ist.

Wie hat dir das Spiel von Kenny gefallen?

Er hat schon besser gespielt. Aber insgesamt hat er seine Sache gut gemacht, letztendlich war es effektiv. (lacht) War das jetzt zu ehrlich?

War es das, Kenny?

(lacht ebenfalls) Es war sogar noch freundlich ausgedrückt. Mein Dad ist immer etwas pessimistisch, aber meistens liegt er richtig mit seiner Einschätzung.

Dazu Dave: Das Spiel war … aber ist letztlich auch egal. Solche Spiele gibt es, am Ende zählen die Punkte, das Team ist jetzt Zweiter. Wen kümmert es da schon, ob das Spiel schön war oder nicht? Die Grizzlys sind ein gutes Team, das nächste Mal werden sie es wieder besser machen.

Ken, Du hattest etwas Ladehemmung zu Beginn, wie hast du diese Phase erlebt?

Es war sehr frustrierend für mich. Ich habe festgestellt, nicht mehr die Dinge zu tun, die mich letzte Saison so effektiv gemacht haben. Mit jedem weiteren Spiel, wo es wieder nicht geklappt hatte, hat sich der Druck erhöht und ich wurde immer frustrierter. Der erste Treffer damals in Köln war eine große Erleichterung für mich. Ich habe dann versucht weiter hart zu arbeiten und irgendwann lief es wieder besser.

Wie hat dein Vater dir damals in der Phase geholfen?

Er hat mir Mut gemacht, ich sollte weiter positiv denken. Mit meinem Vater und meinem Bruder telefoniere ich fast jeden Tag, diese Kommunikation hat mir sehr geholfen. Sie wussten, dass ich aus dem Tal wieder rauskomme. Diesen Rückhalt zu spüren ist wichtig für mich und ich bin ihnen sehr dankbar dafür.

Dazu Dave: Wir haben Kenny immer ermutigt, weiterzumachen, an den Erfolg zu glauben. Wir waren uns sicher, dass er bald wieder erfolgreich sein würde. Solche Phasen gibt es, dann muss man sich an die guten Momente erinnern.

Dave, du hast die Grizzlys jetzt einmal live gesehen, wo steht das Team am Ende der Saison?

Wenn sie so weitermachen, dann kann es weit gehen. Aber spätestens gegen Berlin ist Schluss. Du siehst, ich bin ein geborener Pessimist. Ich hoffe, sie werden bis ins Finale kommen und vielleicht gibt es sogar eine Sensation …

Dazu Ken: Das sehe ich auch so. In den Playoffs ist immer alles möglich, man muss einfach von Spiel zu Spiel denken. Wenn wir nicht als Team auftreten, dann bekommen wir Probleme. Aber an ein mögliches Finale denke ich nicht. Wir haben noch neun Spiele vor uns, da können wir uns eine gute Ausgangsposition erarbeiten. Danach ist alles möglich.

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