09.01.2010
Im Interview: Kai Hospelt

Zusammen mit Norm Milley und John Laliberte bildet Kai Hospelt derzeit die Paradereihe des EHC Wolfsburg. Im Interview erzählt der 24-jährige gebürtige Kölner, wie er die derzeitige Lage bei den Grizzly Adams sieht.
Wie hast du das Spiel gegen die Kölner Haie erlebt?
Zu Anfang waren wir sehr auf Defensive bedacht. Das haben wir auch gut gemacht, dabei aber vermissen lassen, auch nach vorne zu spielen. Die Gegentreffer im zweiten Drittel habe ich gar nicht genau mitbekommen, eins war glaube ich noch etwas abgefälscht. Das Überzahltor hat uns dann so eine Art Kickstart gegeben, danach sind wir gut ins Laufen gekommen. Nach den schnellen drei Toren hatten wir das Spiel im Griff und haben am Ende verdient gewonnen.
Wie wichtig war es, nach den zwei Niederlagen zuletzt schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden?
Es ist immer wichtig, keine Negativ-Serie zu haben. Wenn wir gegen Krefeld defensiv besser gespielt hätten, hätten wir das Spiel auch gewonnen. Wir hatten die klar besseren Chancen. Fünf Tore auswärts sollten normalerweise zum Sieg reichen. Gegen Köln haben wir nur zwei Tore kassiert, darauf müssen wir aufbauen.
Drei-Punkte-Spiel für dich gegen Köln, die Reihenumstellung kommt dir zugute …
In unserer Reihe läuft es momentan ganz gut. Es ist natürlich eine andere Rolle für mich. Vorher war es eher defensiv, jetzt ist meine Aufgabe mehr offensiv ausgerichtet. Ich bin froh, dass ich das so ausfüllen kann, was von mir verlangt wird.
Was sind Norm Milley und John Laliberte für Mitspieler?
Sie machen einem das Spiel leicht. Beide sind sehr sicher mit der Scheibe, decken sie gut ab. Libs ist sehr schussstark, egal von wo er abzieht. Norm kann auch selber abschließen, ist aber vor allem super an der Scheibe und ein starker Passgeber.
Wie kam dein Tor heute zustande?
Ich glaube, der Gegner hat mich auf der schwachen Seite etwas vergessen. Norm hat einen super Pass durch zwei Mann durchgespielt. Für mich hieß es eigentlich nur Augen zu und draufhauen. Den habe ich gut getroffen, würde ich sagen …
Ist es immer noch etwas Besonderes, gegen deinen Heimatverein Köln zu treffen?
Gegen Köln sowieso. Aber ich freue mich eigentlich über jedes Tor und hoffe, dass es weiterhin so gut klappt.
Du bist für den erweiterten Olympia-Kader nominiert, wie hast du das aufgenommen?
Ich bin ein bisschen enttäuscht, nur im erweiterten Kader zu sein. Aber: Vor einem Jahr, als ich nach Wolfsburg gewechselt bin, hätte ich nicht gedacht, überhaupt in den Dunstkreis für Olympia zu kommen. Sollte das klappen, freue ich mich natürlich unheimlich. Und wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter.
Danke Kai und alles Gute für die weitere Saison.











