25.03.2009
Im Interview: Toni Krinner
Nach sechs hart umkämpften Spielen sind die Grizzly Adams Wolfsburg am Dienstag im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden. Im Interview blickt EHC-Trainer Toni Krinner noch einmal auf die erfolgreichste Saison der Clubgeschichte zurück.
Toni Krinner über … den Saisonstart
Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit wenig Verletzten, das war sehr wichtig. So konnten wir topfit in die Runde starten, haben uns in der ersten Pokalrunde durchgesetzt und hatten im September und Oktober einen grandiosen Start. Zwischenzeitlich waren wir ja sogar auf dem ersten Platz.
… über das Tief zum Jahresende
Im November und Dezember hatten wir leider viele Verletzte und sind in Schwierigkeiten gekommen. Es wurde nicht mehr so konsequent in den Spielen gearbeitet und manche dachten wohl, es würde von alleine gehen. Mit vielen verlorenen Spielen wurden wir bis zum zehnten Platz durchgereicht.
… über den Aufschwung zum Jahresbeginn
Anfang Januar haben wir wieder phänomenale Leistungen abgeliefert. Mit unglaublich guten und mit vielen gewonnenen Spielen wurde im März der siebte Platz gesichert. Nur um Haaresbreite sind wir an der direkten Viertelfinalqualifikation gescheitert.
… über die erste Playoff-Runde
Die Herausforderung gegen Augsburg haben wir eindrucksvoll angenommen. Die Mannschaft hat bei vier Spielen in fünf Tagen, wovon drei gewonnen wurden, großen Siegeswillen und eine absolute Top-Einstellung gezeigt.
… über das Viertelfinale
Im Viertelfinale haben wir eine unglaubliche Serie geliefert. Jedes Spiel, mit Ausnahme des letzten, wurde mit nur einem Tor Unterschied entschieden. Zwischenzeitlich führten wir die Serie sogar mit 2:1 Siegen an. Man darf dabei nicht vergessen, dass Hannover der Top-Favorit war und die Hauptrunde mit 20 Punkten Vorsprung auf Platz zwei beendet hatte. Im Laufe der Serie ging uns leider die Kraft aus, da mussten wir den Pre-Playoffs Tribut zollen. Hannover war ausgeruht, hatte 14 Tage Pause und keine Pre-Playoffs gespielt. Dazu kamen die verletzten Spieler und die Sperre von Top-Torjäger Ken Magowan, womit die Chancen auf die nächste Runde immer weiter sanken. Wir haben großen Charakter gezeigt und eindrucksvoll dagegen gehalten, leider hat es am Ende nicht gereicht.
… über das Saisonende
Sicher ist man unmittelbar nach dem Ausscheiden sehr enttäuscht. Aber wir können sehr stolz darauf sein, was wir diese Saison erreicht haben. Man darf ja auch nicht vergessen, dass wir im Februar Hannover geschlagen haben und Pokalsieger geworden sind. Diese Saison ist einzigartig in der Clubgeschichte. Jeder sollte sich diese Saison dick und rot im Kalender anstreichen, sie war außergewöhnlich.
… über die Grizzly-Fans
Unsere Fans sind sehr feinfühlig. Sie merken sehr schnell, ob eine Mannschaft kämpft, arbeitet und mit Leidenschaft dabei ist. Dann darf man auch mal verlieren. Unsere Fans standen immer hinter uns, auch als wir einen schlechten Dezember hatten. Sie haben uns phänomenal angefeuert und uns würdig in den Sommer verabschiedet. Ein großer Dank dafür an die Fans. Es war ein Erlebnis, mit euch diese Saison zu verbringen.
Foto: EHC-Trainer Toni Krinner (©Lars Kaletta)





